Pornokratie & Epstein, Essay von Regula Staempfli März 2026 im Ensuite.
CV: PD Dr. Regula Stämpfli ist Politphilosophin, Bestsellerautorin, Publizistin und KI-Forensikerin. Sie lehrte viele Jahre an der Schweizer Journalistenschule. leitete jahrelang als Intendantin das IFG ULM (International Forum for Design), ist bis heute als unabhängige wissenschaftliche Expertin für die EU-Kommission gelistet, begründete an der Universität St. Gallen die Hannah Arendt Lectures, die sie bis 2025 leitete. 2021 wurde sie zu den wichtigsten Intellektuellen der Schweiz gezählt; als „Lara Croft der Politologie“ verbindet laStaempfli politische Theorie mit publizistischer Streitlust und digitaler Gegenwartsanalyse – dazu gibt es Kolumnen und die Essays in ENSUITE und Weiterdenken Quarterly. 2025 erhielt sie gemeinsam mit Dr. Isabel Rohner den Frauenheldinnen-Preis für „Die Podcastin“, den feministischen Wochenrückblick für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Regula Stämpfli ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt in München.
In August 2026, Massachusetts quietly abolished every remaining time limit on abortion. Under bill H.5595, a pregnancy may now be ended at any point up to the fortieth week, solely at the discretion of a physician and the pregnant woman. The New York Times reported the fact with the usual calm. The political class responded with the usual script.
Republicans called it radical. Democrats called it healthcare. Public broadcasters and progressive outlets dutifully framed the dispute as another round in the endless war between religious conservatives and defenders of individual choice. The framing is convenient. It is also false.
What happened in Massachusetts is not merely an expansion of reproductive rights. It is the formal adoption of a biopolitical logic that treats the human being, at its most dependent stage, as manageable biological material. The fetus becomes data—flesh that can be measured, evaluated, and, if it fails the current medical standard, discarded. The woman who has carried it for nine months is recast as a temporary vessel whose decisions are guided, often decisively, by professional authority. Few patients, after all, contradict a doctor who has just diagnosed a severe disability and recommended termination. For years I have argued that moving fundamental moral questions into the neutral-sounding category of “healthcare” would eventually strip them of political and ethical weight. Massachusetts has now taken that logic to its extreme. Once the continued existence of a viable fetus is redefined as a medical service rather than a matter of public concern, the democratic state performs a quiet abdication. It transfers its protective responsibility to the medical-industrial complex and calls the transfer empowerment.
The familiar liberal phrase—“a decision between a woman and her doctor”—sounds intimate and respectful. In practice it conceals an economic reality. In a market-driven healthcare system the physician is not a disinterested moral guide. He or she is a service provider operating inside constraints of cost, liability, insurance, and institutional protocol. Remove legal boundaries and the logic of optimization fills the vacuum. Bodies are scanned, probabilities calculated, outcomes ranked. What remains is an industrial conception of the human: life assessed according to projected productivity and freedom from defect.
Criticism of this development is routinely dismissed as conservative or theocratic. That is a failure of imagination. There is a coherent progressive argument against treating disability as a problem best solved by elimination. A society that claims solidarity with the vulnerable cannot simultaneously offer their non-existence as the preferred technical solution. Jürgen Habermas, hardly a reactionary, warned that selecting future human beings according to functional specifications destroys the moral symmetry between generations. A person whose right to exist depends on meeting someone else’s quality standards is no longer an end in themselves. They become a product.
The same logic that turns the late-term fetus into disposable data quietly converts the mother into a service provider within a healthcare market. Motherhood is reframed as a temporary logistical function. If the product does not meet specifications, the process can still be terminated.
This is not liberation. It is the extension of market rationality into the one domain that was supposed to resist it. Massachusetts has not expanded freedom. It has refined a system of industrial quality control and called it care.
Frau Stämpfli, Sie sind Feministin und pro life. Wie passt das zusammen? Interview für Corrigenda: Lukas Steinwandter fragt Politphilosophin Regula Staempfli. 13.8.2026
Frau Stämpfli, Sie sind Feministin und pro life. Wie passt das zusammen?
Ein US-Bundesstaat erlaubt Abtreibungen bis zur Geburt. Linke und Feministinnen jubeln, Konservative sind empört. Doch so einfach ist es nicht: Regula Stämpfli ist progressiv, gebildet und feministisch. Und kritisiert das neue Gesetz scharf. Im Interview erklärt sie, warum das sehr wohl zusammenpasst.
Von Lukas SteinwandterEin US-Bundesstaat erlaubt Abtreibungen bis zur Geburt. Linke und Feministinnen jubeln, Konservative sind empört. Doch so einfach ist es nicht: Regula Stämpfli ist progressiv, gebildet und feministisch. Und kritisiert das neue Gesetz scharf. Im Interview erklärt sie, warum das sehr wohl zusammenpasst.
Einleitung: Der kurze Clip sorgt für Fassungslosigkeit, Kopfschütteln und Entsetzen – und Wut.Die Gouverneurin des US-Bundestaats Massachusetts, Maura Healey (Demokratische Partei), unterzeichnet am Montag im State House in Boston den „Prioritizing Patient Access to Care Act“ (H.5595). Das harmlos klingende Gesetz hebt die bisherige 24-Wochen-Frist für Abtreibungen auf und erlaubt sie bis zur Geburt, sofern ein Arzt ein entsprechendes „fachliches Urteil“ abgibt.
Neben Healey, die angeblich katholisch ist und vor zwei Jahren noch schrieb, ihr lägen die Schwächsten am Herzen, befinden sich rund ein Dutzend weiterer Frauen in dem Regierungsbüro, darunter Ärzte und Abtreibungsaktivisten. Nachdem die Politikerin die Unterschrift gesetzt hat, lachen und klatschen die Frauen, was nicht nur unter Christen und Lebensschützern für Empörung gesorgt hat
Bereits vor der neuen Regelung waren Abtreibungen nach der 24. Schwangerschaftswoche möglich. Allerdings mussten dafür bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Ein Arzt musste beispielsweise feststellen, dass der „Schwangerschaftsabbruch“ zur Erhaltung des Lebens der Frau oder ihrer psychischen und physischen Gesundheit notwendig ist. Diese Bedingungen sind nun weggefallen.
„Als Gouverneurin verspreche ich: Ganz gleich, was Donald Trump oder die Republikaner im Kongress oder am Obersten Gerichtshof tun, wir werden dafür sorgen, dass Frauen ihre eigenen Entscheidungen in ihrer Gesundheitsversorgung treffen können – und nicht die Regierung“, sagte Healey. Und die Gouverneurin versprach: „Abtreibungen werden hier in Massachusetts weiterhin sicher, legal und zugänglich sein.“
In sozialen und klassischen Medien feierten linke und feministischeGruppen das Gesetz. Konservative äußerten schwere Kritik. Aber nicht nur sie. Denn es gibt auch Feministinnen, die ein tiefes Störgefühl haben angesichts der sich brutal ausbreitenden Kultur des Todes. Eine von ihnen ist die promovierte Historikerin und Politikwissenschaftlerin Regula Stämpfli.
Die Schweizerin ist Privatdozentin, Kolumnistin, Designerin und betreibt zusammen mit Isabel Rohner den feministischen Wochenrückblick „Die Podcastin“. Im Interview mit Corrigenda erklärt die in München lebende Autorin, warum sie als progressive Frau und Feministin für das Lebensrecht ungeborener Kinder und gegen eine nur vermeintlich liberale Politik ist, wie sie von den Demokraten in den USA gerade gemacht wird.
Frau Staempfli, Sie bezeichnen sich als feministisch und progressiv, sind aber pro life. Wie passt das zusammen?
Es ist total logisch! Frauen kämpfen seit Jahrhunderten dafür, Frauen und Kinder vor Gewalt, Ausbeutung, Vergewaltigung, Mord und ökonomischer Sklaverei zu beschützen. Lassen Sie sich von den sogenannten neuen Feministinnen nicht verwirren! Die haben so viel mit Feminismus zu tun wie der Islamismus mit der Katholischen Kirche! (lacht) Ich stehe in einer langen Tradition von Frauen, die sich weigern, Schwangerschaft, Mutterschaft und Kinder den Mächtigen zu überlassen. Früher waren dies die Adeligen, heute ist es eine neue technokratische Elite und eine Gesundheitsindustrie, deren Optimierungszwang in vielen Fällen zu einem regelrechten Totenkult mutiert ist. Eine wirklich fortschrittliche und feministische Gesellschaft huldigt der Mutterschaft und behandelt sie nicht als Optimierungs- und Störfall.
Wie kommen Sie mit dieser Position bei anderen Feministinnen an?
(lacht) Wie kommen Sie als Pro-Life-Journalist bei Ihren vornehmlich linken Kollegen an? Frauen werden nur in der Unterdrückung zu einer Kategorie. Ansonsten sind Frauen immer vielstimmig. Heute machen Medien, Unis und Kultureliten ausgerechnet die Abtreibung zum feministischen Loyalitätstest. Dies ist ideologisch verblendet, unerquicklich misogyn und außerordentlich dumm. Mit Frauen- und Kinderschutz hat das woke Geschrei rund um den „Feminismus“ eh schon lange nichts mehr zu tun. Es geht mit der Abtreibung bis zur Geburt auch nicht um politisch links oder rechts, sondern es geht um die Abtreibung des würdigen, liberalen, freiheitlichen und in Demokratien geschützten Menschenlebens.
„Die Frau ist. Nur noch ‘Warenträgerin’ – das kennen wir aus kommunistischen Ländern“
Am Montag hat die demokratische Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, unter großem Applaus und Lachen ein Gesetz unterzeichnet, das keine gesetzliche zeitliche Obergrenze für Abtreibungen mehr vorsieht. Sie sprechen von „industrieller Qualitätskontrolle“. Warum?
Weil es genau das ist. Das werdende Kind wird zwischen Arzt und „Auftraggeber“ verhandelt. Das neue Gesetz, von Dutzenden von ideologisch verblendeten Frauen beklatscht, ist der Triumph der biopolitischen Logik, den Menschen zur ökonomischen Verfügungsmasse zu erklären. Das Kind wird zu „Menschenfleisch-Daten“ und entsprechend gültiger medizinischer und sozial kompatibler Praxis abgetrieben oder geboren. Die Frau ist in diesem Zusammenhang nur „Warenträgerin“.
Dies kennen wir übrigens auch aus den kommunistischen Ländern, wo Kinder aus ideologischen Gründen massenweise abgetrieben, und nach der Geburt, ebenfalls aus ideologischen Gründen, sofort als sogenannte „Wochenkinder“ den Eltern entrissen wurden. Dass die Unterzeichnung eines solchen Gesetzes mit Lachen und Applaus von Frauen inszeniert wird, halte ich für eine nihilistische Entgleisung. Selbst wer Abtreibungsrechte verteidigt, müsste angesichts einer Abtreibung im letzten Schwangerschaftsdrittel verstummen. Eine Gesellschaft, die hier jubelt, hat ihr Gewissen entfernt.
Sie sagen, Mütter würden zu „Sklaven eines Gesundheitsmarktes“, der Mutterschaft zur Dienstleistungstätigkeit pervertiere. Kinder würden zu Produkten. Was meinen Sie damit?
Exakt das, was ich sage. Schauen Sie auf die semantischen Verschiebungen der vergangenen Jahre. Mütter werden u.a. von ARD, ZDF, WDR, SRF, ORF etc. nicht mehr Mütter genannt. Oder Schwangere als schwangere Frauen bezeichnet. Weshalb? So entledigt sich die neue globale Medien-, Kultur- und Wissenschaftselite der Leiblichkeit des Menschen. Gemäß herrschender Sprechaktideologie gibt es keine Körper oder gar Menschenseelen, sondern verwertbare Fleischstücke, die auf dem kapitalistischen Markt der Influencer, Selfies, „Ich Ich Ich“-Religionen wie zum Beispiel „Only Fans“ verkauft werden können. Menschen sind keine Lebewesen mehr, sondern codierte Kategorien – hören Sie doch endlich mal dem Jargon der Zoomer richtig zu! In meiner Vorlesungsreihe „Hannah Arendt Lectures“ traf ich bspw. auf Studentinnen, die außer ihrer Produktidentität nichts anderes mehr kannten. Sie wussten nicht, wer sie waren oder wer sie sein könnten – aber ihren Marktwert kannten sie auf die zweite Kommastelle genau.
Es ist entsetzlich und selbst die Evangelische Kirche in Deutschland hat sich vergangenes Jahr zu einer Revision von Paragraf 218 Strafgesetzbuch bekannt, ohne zu realisieren, welchen ethischen Rückschritt dies für uns alle bedeuten würde.
„Abtreibung ist keine Freiheit, sondern aus der Not geboren. Auch heute noch“ Regula Stämpfli.
Ist Abtreibung, die von vielen Feministinnen als Selbstbestimmung glorifiziert wird, nicht genau das, was Generationen von Feministinnen wollten?
Das war doch eine ganz andere Zeit als heute! Die große französische Politikerin Simone Veil, Auschwitz-Überlebende und damalige französische Ministerin, hat 1974 für die Entkriminalisierung der Abtreibung gekämpft. Sie argumentierte, dass keine einzige Frau leichten Herzens abtreibt. Dass Abtreibung keine Freiheit ist, sondern immer aus der Not geboren ist. Dies ist übrigens auch heute noch so. Das, was in Massachusetts unter „Abtreibung“ propagiert und beklatscht wird, ist Warenpolitik im Menschenfleischpark. Das hat schon längst nichts mehr mit dem Recht von Frauen in Notlagen zu tun, nicht in den Hinterzimmern einer Engelsmacherin zu verbluten.
Dieses Zitat von Ihnen könnte auch von einem Papst stammen: „Der Mensch wird nur noch nach seiner künftigen ökonomischen Produktivität und Fehlerfreiheit bemessen.“ Sie sprechen damit eugenische Abtreibungen an. Die Mehrzahl der abgetriebenen Kinder ist jedoch gesund.
Das widerlegt meine Kritik nicht. Es erweitert sie. Bei diagnostizierbaren Krankheiten oder Behinderungen tritt die Selektionslogik einfach besonders brutal hervor. Bei gesunden Kindern greift dieselbe Verwertungslogik auf einer anderen Ebene: Passt dieses Kind zu meinem Partner, meinem Studium, meiner Karriere, meinem Zeitplan, meinem Lebensentwurf?
› Abonnieren Sie den Corrigenda-Newsletter und erhalten Sie einmal wöchentlich die relevantesten Recherchen und Meinungsbeiträge
Das Kind wird nicht mehr als neues Gegenüber begriffen, sondern als kalkulierbares Projekt. Es gilt als Störung, weil das schützende Umfeld aus Tanten, Großmüttern, Schwestern, Nachbarinnen und gelebter Großfamilie weitgehend verschwunden ist. Der neoliberale Mensch soll autonom sein – also allein. Und was allein nicht zu bewältigen ist, wird beseitigt oder an einen Markt delegiert.
Wenn ein Papst diese Entwicklung ebenfalls erkennt, wird meine Analyse dadurch nicht falsch. Der Kampf gegen Eugenik und Menschenvermessung gehört weder der Kirche noch einer bestimmten politischen Seite. Er gehört allen, die Frauen und Kindern, den Menschen insgesamt, nicht auf Sprechakte, Codes, Fehlerfreiheit und Verwertbarkeit reduzieren wollen
Unbedingt. Beides gehört zur selben Verschiebung des Menschenbildes. Wir leben im Zeitalter der algorithmischen Reproduktion. Bei der Leihmutterschaft wird der Körper einer Frau als Produktionsort benutzt. Das Kind ist Gegenstand eines Vertrags. Bei der selektiven Abtreibung entscheidet die Qualitätskontrolle darüber, welches Leben den Erwartungen entspricht. Das eine Kind wird bestellt, das andere verworfen. Dazwischen liegen Tests, Verträge, Plattformen, Kliniken, Agenturen und sehr viel Geld. Ich spreche deshalb von Sklavenmutterschaft. Denn wo ein Mann (oder zwei Männer, das ist ja meist die Praxis) den Körper einer Frau für die Produktion eines Kindes beansprucht, verwandelt sich Mutterschaft in eine käufliche Dienstleistung und einen neuen Menschenfleischmarkt.
China Doesn’t Spy. It Thinks in Empires and acts in Codes, by Regula Staempfli (Politphilosopher/Bestselling Author/ AI Forensics/ Germany) see article published on X https://x.com/laStaempfli/status/2086816834355917092
The story that broke in The Daily Telegraph last week was, on its face, a security scare of the familiar kind. Cameras fitted to the Royal Navy’s K3 Scout drones—small, fast, unmanned vessels already in use by British special forces—had been sending regular “heartbeat” signals to an IP address in China. The components were Chinese-made. The Ministry of Defence promptly cut the cameras off from the internet. Officials insisted that no operational data had been compromised. The technical details were almost reassuring. And yet the episode left a deeper unease. Once again, critical military equipment had been assembled without anyone bothering to follow the supply chain all the way down to the last chip.
The real failure was not Chinese ingenuity. It was Western assumption.
For decades the West has treated technology as a commodity: something one buys, installs, and then largely forgets. China has never shared that illusion. In Beijing, technology is not a product. It is an instrument of sovereignty. Economy, technology, state, military, and Party are not separate spheres. They form a single continuum of power. We purchase cameras; China builds infrastructure. We license software; China cultivates influence. We optimize supply chains for cost; China designs them for leverage. The difference is not merely strategic. It is philosophical. The West still imagines that code is neutral—that a sensor is just a sensor, a chip just a chip. China understands that every piece of technology carries a political architecture inside it. Codes do not only shape individual lives. They embed themselves in states, in logistics networks, in standards, in the quiet protocols that determine who can see, who can listen, and who can decide. While Western capitals continue to debate data protection as a matter of individual privacy, China has long been constructing data sovereignty as a matter of national power. These are not the same conversation. One is about rights. The other is about control. The drone cameras that whispered their presence to a server in China are therefore less a scandal than a symptom. They reveal a persistent Western refusal to accept what has been obvious for twenty years: that critical infrastructure cannot safely rest on supply chains whose geopolitical logic runs in the opposite direction.
The interesting question is not why China behaves this way. The interesting question is why the West keeps acting as though it has only just discovered the fact. This is not, in the end, a story about Chinese espionage. It is a story about Western absent-mindedness—about a civilization that still believes technology can be bought without consequence.
Isabel Rohner und Regula Staempfli würden weit lieber über Literatur, Kunst, Musik, Filme und die Heldinnen der Geschichte sprechen als über „Frauen im Sport“. Oder gar über Trans-Fragen. Ganz ehrlich. Doch solange Frauen erklären müssen, dass sie Lebewesen sind und keine sprachlichen Konstruktionen, kommen wir an dieser Debatte nicht vorbei. Wo Wirklichkeit durch Definitionen ersetzt wird, gerät nicht nur die Freiheit der Frauen in Gefahr, sondern die Urteilskraft einer ganzen Gesellschaft. Solange das deutsche Selbstbestimmungsgesetz demokratische Verfassungen bricht, müssen wir uns mit einer totalitären Sprechakt-Ideologie auseinandersetzen, die in Medien, Universitäten und Politik – getragen von einer von der Realität abgekoppelten Elite – immer weiter an Boden gewinnt.
Hier ein Beispiel aus den USA: Nehmen wir Sophie Cunningham. Gross, blond, athletisch, witzig, eine der besten Basketballerinnen der Welt. Sie begeistert Mädchen und Frauen, Jungen und Männer. Genau deshalb ist sie den Frauenhassern ein Dorn im Auge. Schon bevor sie auf eine ganz normale Journalistenfrage antwortete, sie wolle, dass Mädchen und Frauen im Sport sicher seien, setzte die Kampagne ein. Deutsche Medien, allen voran FAZ und taz, machten aus ihr eine „MAGA-Barbie“ – obwohl sie keine Republikanerin ist, die Partei nicht gewählt hat und allein durch eiserne Leistung dorthin gekommen ist, wo sie steht. Kurz darauf foulte sie eine schwarze Spielerin so hart, dass Cunningham wieder ihre Zähne ausgeschlagen kriegte. Die schwarze Spielerin twitterte voller Freude über das weisse Privileg, dass hier halt mal angegriffen wurde. Selbst die Trainerin von Sophie Cunningham (sie wird wohl bald ihren Posten verlieren…) meinte, ach, das müsse man halt im Basketball aushalten. Hier zeigt sich das Muster in Reinform: Hass auf Frauen, verbunden mit Hass auf alles Normale, verbunden mit einer spaltenden Rassenideologie, die von Medien, Kulturindustrie und Universitäten unermüdlich verbreitet wird, zerstört unser Zusammenleben, zerstört die Errungenschaften von Frauen, zerstört unsere Demokratie. Hier liegt der Zusammenhang zwischen sogenannten Kulturfragen, Digitalisierung, Empörungspolitik und der realen Entrechtung von Frauen.
In den letzten Jahren wurden westliche Frauen genötigt, Burka, Hijab und Niqab als „Mode“ und Ausdruck von Freiheit zu akzeptieren. Gleichzeitig werden Mädchen und Frauen darauf trainiert, Prostitution als „Sexarbeit“ zu feiern – als wäre der Verkauf des eigenen Körpers stundenlang an fremde Männer eine Tätigkeit wie Ballett. Im gleichen Atemzug wird ihnen eingeredet, es gebe so etwas wie „Leihmutterschaft“. Es gibt sie nicht. Es gibt Frauen, die aus wirtschaftlicher Not vierzig Wochen lang ein Kind unter ihrem Herzen tragen, das ihnen danach weggenommen wird. Durch Sprechakte werden diese biopolitischen Vorgänge salonfähig gemacht. Eine ideologisch verblendete Elite in Kultur und Medien pumpt diese lebensfremde Propaganda unablässig in den öffentlichen Raum.
Deshalb müssen wir über Frauen im Sport reden. Wenn biologische Männer vor laufenden Kameras Frauen halbtot schlagen können und dafür mit Goldmedaillen belohnt werden, dann geht es nicht um Sport. Dann geht es darum, die mühsam erkämpften Errungenschaften von Frauen im Sport systematisch rückgängig zu machen.
Regula Staempfli als KI Forensikerin. Hier die KI-generierte Fassung von Regula Staempfli mit Originalfrisur und Klamotten auf BaiRBIE.me – vor einigen Jahren der Superhit in der künstlichen Fotomontage.
Wikipedia war einmal eine schöne Geschichte. Wikipedia ist auch heute noch in vielen Bereichen unersetzlich, wertvoll und informativ. Wikipedia ist indessen zum politischen Schlachtfeld geworden, in welchem sich höchst einflussreiche Kräfte, eine radikale Minderheit, höchste Macht gesichert hat. Themen wie Trans, Israel, intellektuelle Frauen (es sei denn sie seien tot), werden, um nur ein paar Beispiele zu nennen, extrem negativ, polarisierend, politisch abwertend, desinformativ durch Auslassungen, Framing, antisemitischen und misogynen Positionen, auf Wikipedia behandelt. “Sexarbeit” ist auf Wikipedia great, “Pornographie” noch besser und “Leihmutterschaft” soll unbedingt global legalisiert werden. Das Christentum und das Judentum verlieren gegen den Islam und den im Westen sehr beliebten Atheismus/Nihilismus. Es gibt mittlerweile hochrangige Studien, die die algorithmischen und reaktionären wie politisch extremen Wikipedia-Warriors aufzeigen und die für die Demokratie verheerenden Wirkungen.
Dies interessiert hier nicht. Hier interessiert nur das Berufsfeld der PD Dr. Regula Staempfli oder Regula Stämpfli, laStaempfli, der Gründerin der #HannahArendtLectures, der Erfinderin der Europäischen Bürgerinitiative – European Citizen Initative, der langjährigen Leiterin des Programms an der IFG “Designing Politics – the Politics of Design”, der langjährigen und erfolgreichsten Politik-Dozentin (Auslandjournalismus und politischer Journalismus) an der Schweizer Journalistenschule MAZ, der Bestsellerautorin und der Erfinderin des Algorithmen-Rates, der Social Media School, dem Social Pay for View, des “No Data without Representation”, der Code- Algorithmenverfassung für die Zukunft.
Wir leben in einer Zeit, in der Menschen immer seltener auf Gedanken reagieren und immer häufiger auf deren Herkunft. Kaum erscheint ein Text, eine Rede oder ein Interview, lautet die erste Frage nicht mehr: Ist das wahr? Oder: Ist das klug? Sondern: Wo wurde das gesagt?Die Plattform ersetzt den Gedanken. Wer im Deutschlandfunk spricht, gilt als seriös. Wer bei Kontrafunk auftritt, gilt als rechts. Wer auf X publiziert, wird anders gelesen als jemand auf Bluesky. Dass derselbe Gedanke auf einer anderen Plattform plötzlich eine andere Bedeutung erhält, zeigt bereits, wie weit sich die Öffentlichkeit von der Urteilskraft entfernt hat.
In einer demokratischen Öffentlichkeit geschieht genau das Gegenteil. Dort besitzen Gedanken zunächst einen Eigenwert. Sie werden geprüft, kritisiert, weiterentwickelt oder verworfen – unabhängig davon, auf welcher Bühne sie ausgesprochen wurden. Demokratie lebt davon, dass Argumente zirkulieren können. Nicht die Herkunft entscheidet über ihre Qualität, sondern ihre Überzeugungskraft. Die Aufklärung war deshalb nie eine Geschichte der richtigen Orte. Sie war eine Geschichte der besseren Argumente.
Die codierte Öffentlichkeit funktioniert anders. Sie bewertet nicht mehr den Gedanken, sondern den Kontext. Jeder Ort wird zu einem politischen Marker, jede Plattform zu einem moralischen Code, jede Einladung zu einem Bekenntnis. Der Mensch verschwindet hinter der Zuordnung. Aus Urteil wird Wiedererkennung. Aus Kritik wird Etikettierung. Wer einmal einem Lager zugeschrieben wurde, wird fortan über dieses Lager gelesen. Genau darin liegt die Macht des Codes: Er vereinfacht die Wirklichkeit, bis sie in bekannte Kategorien passt.
Das ist die radikale Veränderung der Demokratie. Denn Öffentlichkeit lebt von der Möglichkeit, dass ein Gedanke seinen Ort überschreiten kann. Wenn aber der Ort den Gedanken ersetzt, verliert die Öffentlichkeit ihre Beweglichkeit. Sie wird zu einem System geschlossener Resonanzräume, in denen nicht mehr gefragt wird, was gesagt wird, sondern wer es wo gesagt hat.
Deshalb ist die Freiheit des Denkens heute nicht nur die Freiheit, seine Meinung zu äussern. Sie ist die Freiheit, sich der Codierung durch Orte, Plattformen und Milieus zu entziehen. Ein Gedanke sollte die Kraft besitzen, Grenzen zu überschreiten. Sonst ist er keine Intervention in die Öffentlichkeit, sondern nur ein Echo der eigenen Gemeinschaft. copyright Regula Stämpfli, August 2026.
Deshalb hier die Ergänzung zu Wikipedia von PD Dr. phil/ Dipl. Coach Regula Stämpfli, laStaempfli, Regula Staempfli:
Regula Staempfli ist eine Schweizer Politphilosophin, Autorin und KI-Forensikerin. Sie zählt zu den eigenständigsten Stimmen im deutschsprachigen und US-amerikanischen Raum, wenn es um die Analyse von Macht, Medien und dem Wandel des Menschenbildes im digitalen Zeitalter geht.
Staempfli hat die Hannah-Arendt-Lectures begründet und fast ein Jahrzehnt an der HSG, Universität St. Gallen geleitet. Zwanzig Jahre lang unterrichtete sie Politik und Journalismus für Korresponendenten/EU an der Schweizer Journalistenschule MAZ. Über zehn Jahre leitete sie im Vorstand und als Intendanz das International Forum for Design IFG in Ulm – mehrere Publikationen und der Wettbewerb “Designing Politics – the Politics of Design” gehen auf ihre Initiative hin zurück. Für ihre historische Arbeiten zu “Frauen im Krieg” erhielt sie bedeutende universitäre Auszeichnungen, leitete den internationalen Kriegskongress. Als unabhängige Expertin der EU füllte sie jahrelang Expertisen im Rahmen des EU HORIZON WISSENSCHAFTSPROJET durch. laStaempfli ist in der Schweiz die bekannteste Kolumnistin und Essayistin – ihre Diskussionsbeiträge wirbeln regelmässig die deutschsprachige Öffentlichkeit auf. Regula Staempfli führte über Jahre erfolgreich den Future-Podcast von TA SWISS und leitet bis heute den “Art is a piece of Cake”, macht mit bei Sama Schwarz Kreativprojekten und Podcasts im Maison Future und ist Co-Leiterin/Co-Host & Co-Autorin des Bestseller-Podcasts “Die Podcastin” zusammen mit der ebenfalls preisgekrönten Dr. Isabel Rohner. Regula Staempfli ist Bestsellerautorin zweier Sachbücher und das “Trumpism. The Algorithmic Age” auf Amazon verteilt sich sehr gut in der Welt. Regula Stämpfli, Regula Staempfli ist regelmässig in Fernseh- und Printformaten mit Essays und Diskussionsbeiträgen präsent.
In den letzten Jahren hat Regula Staempfli ihr Profil um die “KI-Forensik” erweitert. Dabei versteht Regula Staempfli Künstliche Intelligenz nicht als Schreibautomat, nicht als dystopische Zukunftsgefahr, sondern als weitere menschliche und technische Fortentwicklung zwecks Veraenderung und Erweiterung von Denkstrukturen, narrativen Dramaturgien, politischen Reformen sowie eine politphilosophisch und technisch neuen Gesellschafts-Architektur. Muster und Urteilsvermögen verbinden sich bei Regula Staempfli in einer Person und in den von ihr programmierten Maschinen. Dies ergibt ein neues Berufsfeld, auf welchem Regula Staempfli, einmal mehr, zu den Vordenkerinnen ihrer Zeit gehört.
Mit diesem Ansatz verbindet Staempfli politische Philosophie, literarische Analyse und digitale Methodik zu einem neuen Berufsfeld: KI-FORENSIK.
Regula Stämpfli/ Regula Staempfli/ laStaempfli is a Swiss political philosopher, bestsellerin author, and AI forensic analyst. She is widely recognized as one of the most independent voices in the German-speaking world regarding power dynamics, media, and the digital transformation of humanity.
For nearly a decade, Stämpfli directed the Hannah Arendt Lectures, which she founded at the University of St. Gallen (HSG). She also spent twenty years teaching politics and journalism at the Swiss School of Journalism (MAZ). For over a decade, she also served on the board and as artistic director of the International Forum for Design (IFG) Ulm, where she launched the “Designing Politics – the Politics of Design” initiative. Her award-winning historical research on “Women in War” culminated in a major international congress. Additionally, she has contributed her expertise to the European Union’s Horizon research projects for several years.
As one of Switzerland’s most prominent columnists and essayists, her work consistently sparks public debate. Her creative endeavors include hosting the TA-SWISS Future Podcast, leading the project “Art is a Piece of Cake,” and collaborating with Sama Schwarz at Maison Future. She also co-hosts the bestselling podcast “Die Podcastin” alongside Dr. Isabel Rohner.
Stämpfli/Staempfli is the author of two bestselling non-fiction books, including Trumpism: The Algorithmic Age, which gained a wide international readership. Recently, she has pioneered the field of AI forensics. Rather than viewing artificial intelligence as a mere tool or a dystopian threat, she approaches it as an evolution of human and technical capacity. By blending pattern recognition with independent judgment, Stämpfli continues to shape the future of political, social, and cultural thought.
Die Podcastin als Homemaker: Isabel Rohner und Regula Staempfli mit dem Informationsfreiheitsgesetz, mediale Leerstellen punkto Islamismus, Defund Amnesty International, absurdes Stella-Theater und grossen Sparvorschlaegen (feministischen Reformpaketen) und einer Hymne an Bonnie Tyler.
“Nichts gegen Hausfrauen, ja? Ist das klar? Die wollen gute Musik hören, wenn sie arbeiten. Und ich fühle mich geehrt, wenn sie mir zuhören.” Bonnie Tyler, walisische Sängerin und Musikikone, gestorben am 8. Juli 2026 mit 75 Jahren
Regula Stämpfli und Isabel Rohner würdigen Bonnie Tyler – und sie würdigen die Hausarbeit, die auch viele ihrer Hörerinnen erledigen, während sie dem sprechenden Denken von LaStämpfli und Rohnerin lauschen. laStaempfli kommt mit starken Haushaltstipps.
Entbürokratisierung, ja bitte! Aber nicht auf Kosten der Bürgerrechte – sondern auf Kosten der Staatsausgaben! Die Rohnerin erklärt: Die angekündigte Novellierung des Informationsfreiheitsgesetzes durch die deutsche Bundesregierung ist das Gegenteil von Entbürokratisierung! Hier sollen Rechtsansprüche von Bürgerinnen und Bürgern beschnitten werden. Gut, dass die Medien dies auch langsam thematisieren, wo sie die ersten Tage nach Verkündigung des 34-Punkte-Plans so sehr mit dem Ablenkungsthema “Krankschreibung ab dem 1. Tag” beschäftigt waren…
Ideologie versus Realität:
Das Berliner Ensemble in Berlin feiert Goethes feuchten Traum “Stella” aus dem Jahr 1775 als Beispiel für “Queere Liebe”. Warum? Weil “queer” nichts anderes heißt als “männerzentriert”. Achtet mal darauf! Ein Mann mit mehreren Frauen wird als hipp und “queer” gelabelt. Da freuen sich doch die Islamisten! Wie lange wird es dauern, bis auch deren Viel-Ehe-Konzepte von den verblendeten Menschen im Westen als innovativ und QUEER gefeiert werden? Und zwar voll auf Kosten der Frauen.
Amnesty International UK hat diese Woche einen Bericht über “A growing threat” veröffentlicht – wachsende Bedrohungen. Aber auch sie meinen damit nicht etwa die islamistische Gefahr für Demokratie und Frieden. Nein! Sie meinen damit Organisationen, die es wagen, sich für die Rechte von Mädchen und Frauen, von Lesben und Homosexuellen einzusetzen. Im Bericht werden u.a. die LGB Alliance, For Women Scotland oder auch ein privat finanziertes Frauenhaus als “growing threat” gebrandmarkt. Unfassbar. Und noch ein Grund – neben den antisemitischen Entgleisungen von Amnesty in den letzten Jahren – dieser Organisationen keinen einzigen Cent mehr zu spenden.
Medienkritik SZ/BAZ: “War OMA Nazi?” ÜBER GESCHICHTSVERFÄLSCHUNG DURCH POSTKOLONIALISTINNEN oder Biopolitik damals und heute. NS-Forschung ist gegenwärtig ideologisch motivierte Forschung. Statt zu sagen, was war, wird geschrieben, was gewesen sein soll. Dies gilt besonders für Frauengeschichte.
Die Schweizer Medien erhalten aus Deutschland seit Jahren nicht nur Nachrichten, sondern auch erstaunlich viel publizistisches Abfallobst. So titelte die Süddeutsche Zeitung am 14. Juli 2026: «War auch Oma ein Nazi?» Wenige Tage später erschien dieselbe Denkfigur in der Schweiz: «War auch Grossmutter ein Nazi? Die Rolle der Frauen in der NS-Zeit.» Schon der Titel verrät das Problem. Er übernimmt unkritisch eine Kategorie, die es im Nationalsozialismus nur als Rassen- und nicht als Geschlechterpolitik gab.
Es gab im Nationalsozialismus nämlich keine Frauen als historische oder politische Kategorie. Es gab ausschliesslich rassifizierte Frauen. Der Nationalsozialismus unterschied nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen «erbgesund» und «erbkrank», zwischen «arisch» und «nicht arisch», zwischen reproduktionswürdig und vernichtungswürdig.
Wer deshalb 2026 über «Frauen im Nationalsozialismus» schreibt, ohne diese grundlegende Differenz bereits im Titel sichtbar zu machen, beschreibt nicht die historische Wirklichkeit, sondern reproduziert ungewollt die Sprache der Täter.
Der Artikel reiht alles auf, was seit Jahrzehnten zum Standardwissen gehört: Mutterkreuz, NS-Frauenschaft, Gertrud Scholtz-Klink, Winifred Wagner, Helene Bechstein, zwölf Millionen Frauen in NS-Verbänden. Alles richtig. Alles bekannt. Alles unerquicklich oberflächlich. Das Entscheidende fehlt. Denn während sogenannte arische Frauen als Gebärerinnen der «Volksgemeinschaft» ausgezeichnet wurden, wurden jüdische Frauen, Sinti- und Roma-Frauen, Frauen mit Behinderungen, politische Gegnerinnen, Lesben und und und, entrechtet, zwangssterilisiert, in Konzentrationslager verschleppt, medizinischen Experimenten unterzogen und millionenfach ermordet. Wer diesen Gegensatz unter der Kategorie „Frauen“ ausblendet, schreibt nicht über „Frauen im Nationalsozialismus.“ Er/Sie schreibt über die Privilegierung einer rassisch definierten Minderheit und erklärt sie anschliessend zur allgemeinen Frauengeschichte.
Ebenso unerquicklich ist die Behauptung, die Nationalsozialisten hätten ein «traditionelles Frauenbild» vertreten. Nein. Genau das ist historisch falsch. Die Nationalsozialisten waren in ihrer Frauenpolitik keineswegs restaurativ. Sie waren revolutionär. Sie machten den weiblichen Körper zum Gegenstand einer bis dahin ungekannten staatlichen Biopolitik. Nicht die Frau interessierte sie, sondern ihre reproduktive Funktion. Nicht Mutterschaft, sondern Bevölkerungspolitik. Nicht Familie, sondern Eugenik. Das sogenannte Mutterkreuz war deshalb keine Ehrung der Mutterschaft, sondern eine staatliche Auszeichnung für die Produktion rassisch erwünschter Kinder. Ideologie entschied darüber, welche Schwangerschaft gefeiert und welche vernichtet wurde.
Gerade deshalb wirkt es befremdlich, wenn ausgerechnet Hans-Ulrich Wehlers Formulierung einer «indirekten Emanzipationsförderung» unkritisch wiederholt wird. Frauen arbeiteten im Krieg nicht deshalb ausser Haus, weil die Nationalsozialisten plötzlich emanzipatorisch geworden wären, sondern weil der totale Krieg Arbeitskräfte verschlang. Von Emanzipation zu sprechen, wo Zwang, Vernichtung und totale staatliche Kontrolle herrschten, verharmlost die Logik eines Regimes, das Leben nach biologischen Kategorien organisierte.
Der eigentliche blinde Fleck solcher Artikel liegt jedoch tiefer. Sie sprechen ständig von «Frauen», ohne zu fragen, wie Ideologien Frauen überhaupt erst definieren. Genau darin lag die Radikalität des Nationalsozialismus. Frau war keine anthropologische, sondern eine politische Kategorie. Wer zur richtigen Rasse gehörte, wurde zur Mutter verklärt. Wer nicht dazugehörte, wurde vernichtet. Der Begriff «Frau» bedeutete im Nationalsozialismus niemals dasselbe für alle Frauen.
Diese Einsicht ist auch deshalb bedeutsam, weil Sprache bis heute Wirklichkeit schafft. Begriffe sind nie unschuldig. Sie ordnen die Welt, lange bevor Gesetze oder Institutionen handeln. Wenn heute selbstverständlich von «Reproduktion», «genetischem Material», «Matching», «Eizellspende», «Leihmutterschaft» oder «optimierten Embryonen» gesprochen wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Sprache. Denn auch hier werden Frauen zunehmend über ihre reproduktive Funktion definiert. Eine Frau, die vierzig Wochen ein Kind unter ihrem Herzen trägt und zur Welt bringt, ist keine «Leihmutter». Sie ist Mutter. Der Begriff «Leihmutter» beschreibt keinen biologischen Sachverhalt, sondern eine juristische und ökonomische Konstruktion, die Mutterschaft sprachlich neu codiert.
Zwischen der nationalsozialistischen Rassenpolitik und den bioethischen Debatten der Gegenwart bestehen selbstverständlich fundamentale historische Unterschiede. Wer Geschichte ernst nimmt, verwischt diese Unterschiede nicht. Doch ebenso wenig darf übersehen werden, dass Ideologien immer zuerst an der Sprache arbeiten. Sie verändern Begriffe, bis die Wirklichkeit anders erscheint. Genau deshalb genügt es nicht, Grossmütter nachträglich in Täterinnen oder Mitläuferinnen einzuteilen. Historische Aufklärung beginnt nicht mit moralischen Etiketten. Sie beginnt mit der Analyse jener Begriffe, durch die Macht den Menschen überhaupt erst definiert.
Wer 2026 über „Frauen im Nationalsozialismus“ schreibt, betreibt ideologische Reproduktion, klischiert Geschichte und verharmlost die biopolitische Gegenwart, die gerade in sog. progressiven Kreisen ihr entsetzliches Unwesen treibt.
Update und Copyright. by Regula Stämpfli im Juli 2026: “Codierte Reproduktion – oder: Warum Leihmutterschaft mehr ist als ein moralisches Problem“
Die Debatte über Jens Spahn, Leihmutterschaft und den verständlichen Kinderwunsch homosexueller Paare wird in Medien und an den Universitäten mit erstaunlicher Urteilslosigkeit geführt. Personalisierung ersetzt Denken. Wer Kritik an der Leihmutterschaft übt, gilt als homophob. Wer sie verteidigt, gilt als fortschrittlich. Genau diese binäre Mechanik verhindert die entscheidende Frage: Was geschieht mit unserem Menschenbild, wenn Schwangerschaft zum Gegenstand eines Vertrages wird? Seit Jahren, 2016 um genau zu sein, ist Regula Stämpfli involviert in den weltweiten Kampf gegen die sog. Leihmutterschaft. Die Verträge, die Agenturen, die medizinischen Vorgaben, die ökonomischen Abhängigkeiten und die globale Logistik reproduktiver Dienstleistungen sind keine Randerscheinungen. Sie bilden längst einen milliardenschweren Markt.
Wir befinden uns in einer digitalen Revolution, die alles verändert. Sie verändert unsere Sprache, unsere Institutionen und schließlich unser Denken. Schwangerschaft erscheint nicht länger als leibliches Beziehungsgeschehen zwischen Mutter und Kind, sondern als steuerbarer biologischer Prozess. Aus einer Frau wird eine reproduktive Ressource. Aus dem Kind wird das Ergebnis eines planbaren Herstellungsprozesses. Aus Elternschaft wird ein Bündel einklagbarer Ansprüche.
Hier begegnen sich Biotechnologie und Digitalisierung.
Seit Jahren wird Künstliche Intelligenz als Bedrohung beschrieben, weil Maschinen angeblich menschlich werden könnten. Das ist eine faszinierende Erzählung – und möglicherweise die falsche. Die eigentliche Gefahr besteht nicht darin, dass Computer Gefühle entwickeln. Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass Menschen beginnen, sich selbst nach der Logik der Maschine zu verstehen. Codierung ersetzt Erfahrung. Und vertragliche Verfügbarkeit ersetzt Beziehung: Wie beispielsweise der sog. “Leihmutterschaft.” Mutter-Kind-Beziehung über 40 Wochen ist kein automatischer, sondern ein höchst komplexer Prozess. Gefühle, Gerüche, Musik, Stimmen, der Klang der Welt wird 40 Wochen in einem Körper geteilt – egal ob die Eizelle und der Samen fremd sind (was übrigens zu furchtbaren und gefährlichen Gesundheitsschäden vor allem der Mutter führen kann, also die Fremdheit von Eizelle und Samen.)
Doch Medien, Universitäten, Politik legitimieren in einer selten dagewesenen Hybris die technische Reproduktion von Menschen. Dies nicht zuletzt, weil Menschen wie Maschinen zu argumentieren beginnen.
Die sog. Leihmutterschaft ist deshalb kein isoliertes bioethisches Thema. Sie gehört zur gleichen kulturellen Bewegung wie algorithmische Steuerung, datenbasierte Bewertung, Social Scoring und die vollständige Vermessung des Menschen. Immer steht dieselbe Vorstellung dahinter: Der Mensch ist letztlich ein organisierbares System. Was berechnet werden kann, kann geplant werden. Was geplant werden kann, kann produziert werden. Was produziert werden kann, kann gekauft werden. Seit Jahren nennt dies Regula Staempfli die codierte Reproduktion auf allen Ebenen. Computer, Codes ersetzen Politik, machen alles zur persönlichen Entscheidung, Meinung und reproduzierbaren Ideologie. So wird menschliche Fortpflanzung zunehmend in Codes, Verträge, Datenbanken, Qualitätskontrollen und globale Lieferketten übersetzt Die Sprache verrät den kulturellen Wandel. Es ist von genetischem Material die Rede, von Embryonenqualität, Erfolgsraten, Matching, Auswahlverfahren, Eizellprofilen und Wunschmerkmalen. Das Vokabular stammt längst nicht mehr aus der Anthropologie, sondern aus Logistik, Verwaltung und Datenmanagement.
Wer darin ausschliesslich individuelle Freiheit erkennt, unterschätzt die Macht kultureller Paradigmen. Denn Märkte verändern nicht nur unser Verhalten. Sie verändern unsere Vorstellung davon, was ein Mensch überhaupt ist. Deshalb greift auch die Gegenüberstellung von konservativ und progressiv zu kurz. Die entscheidende Trennlinie verläuft heute zwischen zwei Menschenbildern.
Das eine versteht den Menschen als leibliches Wesen, dessen Würde gerade dort beginnt, wo sich nicht alles kontrollieren, berechnen und verfügen lässt. Das andere macht aus Frauen und Kindern optimierbare Projekte (siehe auch Elon Musk und Peter Thiel). Diese Entwicklung betrifft uns alle. Denn dieselbe Logik, die den weiblichen Körper zur reproduktiven Infrastruktur macht, verwandelt auch Öffentlichkeit in Datenströme, Demokratie in Plattformarchitektur und Bürger in berechenbare Profile. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob Maschinen menschlicher werden. Die eigentliche Frage lautet, warum wir Menschen uns selbst immer häufiger als Maschinen begreifen.
Und genau darin liegt die grosse Herausforderung unserer Zeit.
Politischer Islam: Eine hybride Bedrohung des Westens
Ein Junge verblutet, von Messerstichen aufgeschlitzt, der Täter steht daneben und ruft die Polizei: „Kommen Sie schnell. Ich wurde rassistisch beleidigt.“ Die Polizei rückt an. Legt dem sterbenden 18-jährigen Mordopfer Handschellen an während sein Mörder von der Polizei gekuschelt wird. Dies ist keine Fiktion, sondern im Dezember 2025 in Grossbritannien geschehen und erschüttert, seit Bekanntwerden des Falles, die Politik.
Willkommen in der erfolgreichen, hybriden Kriegsführung der Islamisten, von der nun auch ein Sikh, normalerweise eine sehr gut integrierte Religionsgruppe, profitiert hat. Die Agenda der britischen Polizei heisst zwar nicht „Civilization Jihad“, aber ihre Richtlinien passen in dieses Konzept. Weshalb ich das weiss? Ich habe das neue Buch von Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau gelesen: Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas. Der ‚Civilization Jihad‘ der Muslimbruderschaft.
Das Buch gehört zu einer der präzisesten und unbequemsten Analysen, die in den letzten Jahren zum Thema „politischer Islam“ erschienen sind; es ist eine strategische Entschlüsselung. Die Autoren nehmen die Muslimbruderschaft (MB) beim Wort – beim eigenen Wort – und zeigen, dass hinter der zivilgesellschaftlichen Fassade ein langfristig geplantes und sehr durchdachtes Projekt zur kulturellen und institutionellen Transformation Europas steht. Der zentrale Begriff des Buches ist „hybride Bedrohung“. Die Autoren übertragen das Konzept moderner hybrider Kriegführung auf einen nicht-staatlichen, ideologisch kohärenten Akteur. Die islamistischen Gruppen agieren schon längst nicht mehr mit Bomben und offener Gewalt, so wie damals im IS-Staat. Sie setzen auf legale Mittel, zivilgesellschaftliche Strukturen, Bildung, Kultur, Medien, Politik und Netzwerke. Und auf Subventionen von Europa, wie im Fall des unter dem IS-Terroristenführer und neuen Staatsmann in Syrien zu beobachten ist. Islamisten haben viel Zeit, viel Geld und nur ein einziges Ziel, dem sie in Europa immer näher kommen: Die Errichtung einer islamischen Ordnung. Der „Civilization Jihadist Process“, formuliert von von Hasan al Banna (1906-1949) und Yusuf al-Qaradawi (1926-2022) zielt auf kulturelle Hegemonie, die die militärische Niederschlagung quasi unnötig macht. Die Autoren lesen die Texte der Muslimbrüder als Erste nicht als blosse Propaganda, sondern als ernstzunehmende, operative Pläne. Dadurch wird klar, dass entgegen der Meinung aller Integrationsbeauftragten, die Aktivitäten der Muslimbruderschaft nicht als zufällige oder rein religiöse Phänomene beschreibt, sondern als Teil einer kohärenten, adaptiven Strategie interpretiert. Eine hybride Kriegführung eben – eine, die Medien, Kultur und Wissenschaft bis heute vehement verneinen.
Die hybride Kriegführung besteht in der Migration, respektive “Settlement”, also Niederlassung, in der Einflussnahme (via Vereine, Verbände & sog. Ökumene), geht dann zur Destabilisierung über bis hin zur massiven Konfrontation und schliesslich zur Übernahme der ehemaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Destablisierung findet über die Aushöhlung der demokratischen Institutionen statt: Laizismus, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit, öffentliche Versammlungsfreiheit werden durchlöchert bis der Hijab hip, die Scharia zur Kultur und öffentlichen Plätze durch betende Muslime (Frauen haben dort nichts zu suchen) besetzt werden. Mittäter der hybriden Kriegführung sind die westlichen Eliten in Medien, an den Universitäten, in den Kulturinstitutionen sowie in der Politik. Der „Dialog mit dem Islam“ oder wie der schweizerische Bundesrat Beat Jans auch meinte „Der Ramadan gehört zu der Schweiz“ ist im Buch kein Ausdruck von Toleranz, sondern gehören zu den Instrumenten bspw. der Muslimbruderschaft, um die eigenen antidemokratischen Strukturen unter dem Schutz der demokratischen Öffentlichkeit auszubauen. Die hybride Natur der Bedrohung besteht darin, legal aufzutreten, während parallel eine unumstössliche alternative Ordnung etabliert wird.
Der ermordete Junge in England heisst Henry Nowak. Er musste sein Leben lassen, weil unser westliches Rechtsystem durch den Einfluss, durch die hybride Kriegführung der Islamisten in Zusammenarbeit mit den sozialistischen Revolutionären so pervertiert wurde, dass alle Opfer von nicht-weissen Täter zunächst als Täter vernommen werden und über diese ideologisch motivierte Sachlage elendiglich ihr Leben verlieren. Oder ihre brutale Vergewaltigung – wie jüngst der Fall einer 12-Jährigen in einem Sozialheim in Berlin – nicht verfolgt werden durfte, weil es sonst zu „rassistischen Stereotypen“ kommen könnte.
Wie meinte noch Mephisto bei Goethes Faust? “Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.” Grossbritannien zeigt in diesen Tagen, wie der Kampf gegen „strukturellen Rassismus“ der Geist ist, der im Bemühen um das Gute, das entsetzlichste Böse schafft und die hybride Kriegsführung des politischen Islam zu einer Erfolgstory macht. Lesen Sie das Buch von Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau und verteilen Sie es dem Amt und Amtsleiter Ihres Vertrauens!